Hallo, ich bin Johannes, meine Homepage ist für Menschen, die von der Kunst von Emma Kunz berührt sind, oder sich für ihre Forschung interessieren.

Ich bin interessiert an Menschen, welche irgendetwas zum Emma-Kunz-Thema gearbeitet haben, welche Erfahrungen mit heilender Wirkung gemacht haben, welche an ihrer Wissenschaft dran sind, oder welche sonst wie Fan auf Emma Kunz sind.

Ich werde in den kommenden Monaten noch viel an dieser Homepage arbeiten

Meine Email-Adresse: mahler.rueti@bluewin.ch

Ich habe noch zwei andere Homepages:
www.e-gsundi-sach.ch
www.4elemente.ch

Hier noch ein

Link

Emma-Kunz-Zentrum www.emma-kunz-zentrum.ch Das Emma-Kunz-Museum – in Würenlos – zeigt die für Künstler, Wissenschaftler, Zahlenmystiker, usw. ausserordentlich faszinierenden Bilder von Emma-Kunz.

Am meisten bekannt ist Emma Kunz durch ihre Bilder, die sie in ihrer zweiten Lebenshälfte geschaffen hat.
Weniger bekannt sind ihre Gedichte, die sie in ihrer ersten Lebenshälfte geschrieben hat. Hier kommt nochmals eine andere Emma Kunz zum Vorschein.
Ich veröffentliche hier eine kleine Auswahl ihrer Gedichte. Sie können jedoch auch den ganzen Gedichtband hier herunterladen.

Download Gedichte Emma Kunz

Ich habe gehört, Emma Kunz habe schon viele Jahre im Voraus gewusst, dass sie an Unterleibskrebs sterben werde.
Am Tag bevor sie starb sei eine Freundin bei ihr zu Besuch gewesen. Emma Kunz habe kein Wort von der Krankheit gesagt. Die Freundin habe absolut nichts bemerkt. Die Schwester von Emma Kunz war Diakonisse, Krankenschwester. Sie wollte es wissen und liess die sterbliche Hülle von Emma Kunz aufmachen. Es war, wie Emma Kunz prophezeit hatte.
Diese und ähnliche Begebenheiten aus dem Leben von Emma Kunz zeigen ihre männliche Seite, die Stärke und Strenge. Auch die Bilder mit ihrer Geometrie zeigen diese Seite. Es gab natürlich gut meinende Leute, welche ihr sagten: „Nein, du musst doch nicht an so etwas sterben, du hast so vielen geholfen, du kannst auch in dir Ausgleich schaffen, dass du nicht Krebs bekommst!“ Doch Emma Kunz sagte: „Nein, wenn ich anders lebe, so kann ich diesen Auftrag, dieses Werk nicht zu Ende bringen.“

In diesem Gedichtband, den sie mit ca. 38 Jahren herausbrachte, kommt uns nochmals eine ganz andere Emma Kunz entgegen: Die weibliche Seite, die Liebe, Sehnsucht usw.

Es scheint, dass Emma Kunz diese weibliche Seite für ihr Werk zurückhalten musste, dass sie ein Stück weit unganzheitlich, einseitig leben musste, und dass der Krebs der Ausgleich, die Bezahlung war, mit dem sie ihre Waage wieder ins Gleichgewicht brachte.

Unter www.zahlenmystik.wordpress.com gibt es noch mehr Biographisches von Emma Kunz. Sie müssen im Inhaltsverzeichnis auf „Auseinandersetzung“ klicken.

Diese Gedichte geben uns eine Empfindung für die Kraft und Schönheit jener andern Seite von Emma Kunz. Zum Glück hat sie diese Gedichte herausgegeben, bevor sie mit ihrem Bildwerk so richtig begann.

Wenn man die Zeichnungen von Emma Kunz betrachtet, dann ist es gut, auch einen Eindruck zu haben von dem Herz, das der Zeichnerin in der Brust schlug.

Dies ist eine private Idealisten-Homepage. Sie hat mit Geschäft nichts zu tun. Obiger Text ist meine private Meinungs-Äusserung. Unten sind die Gedichte, welche Emma Kunz vor mehr als 80 Jahren in Druck gegeben hat.

Zum Frühlingsanfang 2011 Johannes Mahler

 
 

Einzelne Beispiele aus den Gedichten von Emma Kunz

  • Immer mal wieder ist da auch die Aufforderung zu wachsen, ich habe z. B. das kleine Gedicht Nr. 8 gern.
  • Um Nr. 20 herum sind Gedichte zu Weihnacht, Karfreitag, Ostern und dem traditionellen Fest Maria Maienkönigin.
  • Nach Nr. 30 kommen einige Gedichte von Liebe und Sehnsucht.
  • 34 und 36 handeln von Heimat und Heimweh
  • Nach Nr. 50 sind die Mundartgedichte, sie sind eher volkstümlich und erinnern an die damalige Zeit, das Büchlein wurde 1930 gedruckt.
  • Umgang mit der Zeit 60
  • Ermutigung in traurigen, müden Zeiten 64 / 65
  • Die Paradoxie, dass das aller Beste im Negativsten zu finden ist 66
  • Auch Biographisches leuchtet durch, am stärksten das Gedicht 68.
 
8
Sei dir nicht selbst genug,
Such‘ Menschen, geistvoll, heiter,
vielleicht der eine nur
wird dir zur Himmelsleiter,
 
 
18 FRIEDE AUF ERDEN
Es offenbaren göttliche Scharen:
Friede den Menschen, ein Wohlgefallen,
Unserer Erde, den Menschen allen.
Christ ist geboren,
Zum Menschsein erkoren,
Der Sünde und Tod überwand.
Durch Leiden und Sterben, o Gotteslamm,
Erwarbst Du uns Leben, den Christenstamm.
Durch Deine Wunden
Ist Satan gebunden,
Von Gottes allmächtiger Hand.
Frohlocket ihr Welten, im Jubelgetön,
Durchgeistete Erde, wie bis du so schön,
Lieben und Leben, „,
0 göttliches Streben,
Nach dir, dem verheissenen Land.
 
 
19 ES IST VOLLBRACHT,
„Es ist vollbracht“,
Der Wellen Töne tragen’s hinaus in alle Welt.
Es ist das Wort, das machtvoll schöne,
Das nimmer sich zerschellt.
Es fand den Weg durch ferne Meeresweiten,
Durch Wüsten öd und leer.
Es tönet fort in alle Ewigkeiten
So siegesvoll, so hehr.
„Es ist vollbracht“,
0 fass‘ es, Menschenherz!
Der Tod ist überwunden.
„Es ist vollbracht“,
Ich fühl‘ den bittren Schmerz
Der bangen, wehen Stunden.
Zum Kreuze brech‘ ich mutig Bahn,
Durch Tränen blick‘ ich himmelan,
In Reue meiner Schuld bedacht.
„Es ist vollbracht“,
 
 
20 OSTERN
Ostern, du hehre Zeit!
0 Weltbesieger,
Du Licht und Zeuge
Auferstand’nen Lebens!
Frohlocket ihr Welten,
Erstrahle, o Sonne,
Verheissungsvolles Licht!
Leben beherrscht den Tod
Durch den Sieg auf Golgatha.
Demütig erkennet der Mensch
Seine Missetat.
Die Sünde nur widerstrebt
Dich anzuerkennen,
Und der Tor missachtet
Deine Gotteskindschaft.
Du aber, 0 Christ,
Bist auferstanden denen,
Die da leben im Geiste der Wahrheit,
Ewiglich!
 
 
21 GEBET
0, dass mir mehr Erkenntnis würde
Zuteil von dir o Gott, o Geist,
Aus freiem Willen Weltentsagung
Durchleuchtet von Barmherzigkeit.
0 Gott, erhalte mir mein Leben,
Die Heimat in der Sternenwelt,
Erfülle mich mit Deinem Sehnen,
0 segne meine Erdenzeit,
Lass mich mein Leben würdig leben
Als Werkzeug Deiner Gotteskraft,
Dann bringt der Tod nicht bittres Sterben,
Nein, Geistesfreud‘, Erkenntnistat,
Und aufwärts geht’s in lichte Höhen
Zum Ziel, zum Auferstehungstag,
Durch eine neue Welterkenntnis
Wird mir mein Seelenwandel klar.
 
 
22 MAIANDACHT-STIMMUNG
Maria, Mutter Gottes, Nahverwandte,
Du Reine, mir so fremd, so Unbekannte,
Dem Kinde gleich, das nach der Mutter heischt,
Sucht dich mein Geist.
Ich fand die Spur am Kreuz von Golgatha,
Als Christus „siehe deine Mutter“ sprach.
Vor aller Welt ER uns die Mutter gab,
Aus der die neue Welt geboren ward.
Heil dir, o Königin, du hast das höchste, Wesen
Durch Gottes Willen in dem Herz getragen,
Dir ward der Muttergruss von Engelsstimmen,
Wie sollten wir nicht betend Mutter sagen.
Wie eine Mutter zu dem Vater redet,
Die Fürbitt‘ für das hilflos schwache Kind,
So lass‘ auch uns durch dich die Hilfe werden,
In deinem Schutze wir geborgen sind.
Maria, Maienkönigin,
Die ganze Welt schmückt den Altar,
Du gotterwählte Dulderin,
Dir bringen wir die Bitten dar.
 
 
30 JUGENDKRAFT
0 Jugend, glückseliges Streben,
Nach Freiheit, nach Liebe und Lust.
Die Kraft, sie zwingt zum Erleben,
Damit sie nicht sprenget die Brust.
0 wären mir Flügel geschenket,
Gegönnt nur ein einziger Tag!
In strahlendes Glück‘ mich versenket,
Vergessend die Sorgen und Plag‘.
Ich schwebt‘ über Täler und Hügel,
Verächtlich nur blickend hinab,
Und liesse der Sehnsucht die Zügel,
Nicht schrecket tief unten das Grab.
0 Jugend, du Schönheit voll Stärke,
Ein Land holder Träume so licht.
Der Geist, er erschaffet die Werke,
Die Seele, sie mahnet zur Pflicht.
 
 
31 SEHNSUCHT
Ich lausche —- warte —- auf was?
Ist nicht das Glück vorüber gegangen,
Die Sehnsucht woran mein Herz gehangen?
Horch —- nein —- es war ein Wellenschlag,
Unterbrechend die Stille, den Tag.
Hörst du des Windesweh’n?
Träumt er wohl auch von Wiederseh’n?
Wellengekose, Windesgetose,
In mir ein Herz, ein Herz so lose.
Leis schleichende Tritte,
Nahende Schritte —-
Täuschung war’s, mein eigener Schlag in der Brust
Zaubert die Nähe, die Lust.
Kosende Laute trafen mein Ohr,
In wonnige Träume ich mich verlor.
Liebe, Sehnsucht, sind eingezogen,
Aber auch Leidenschaft wirft ihre Wogen.
Vorbei ist der Kindheit Zauberwahn,
Auf drohenden Wellen schaukelt der Kahn.
Ueber ihm blaue Ferne, offener Himmel,
Unter der Tiefe verlockend Gewimmel,
Und der Seele Gegenwart ist der Herzensschlag,
Das Weh in der Brust in verlangender Lust.
Leben ohne Grenzen —-
Wen wird die Myrthe kränzen,
Wen erfüllen mit seliger Ruh‘?
Heimat —- o Liebe —- du?
 
 
32 ER HAT MICH LIEB
Er hat mich lieb, o Lebenssonne,
Welch überströmendes Gefühl.
Er hat mich lieb, o welche Wonne,
Durchströmt mein Herz und mein Gemüt.
Er hat mich lieb, in weiter Ferne
Ein freundlich‘ Gruss entgegen blinkt.
Es sagen mir’s die lieben Sterne,
0 du mein Glück, 0 halt‘ mir still!
Er hat mich lieb, es rauscht’s die Quelle
In murmelnder Verborgenheit.
Es braust’s der Wind an einer Stelle
Mir in das Ohr beglückend schnell.
Er hat mich lieb, die Augen glänzen,
Das Herz in sel’ger Wonne pocht,
Sein Haupt möcht ich mit Blumen kränzen,
Was eine ganze Welt erschafft.
 
 
33 FENSTERLEIN
Liebe, schöne Augen nenn‘ ich mein,
Leuchtend wie kristall’ne Fensterlein.
Offenbarend mir den Herzensgrund,
Glückverheissend mir zu jeder Stund.
Und es strahlt aus diesen Fensterlein
Mir die ganze Welt entgegen,
Sie erzaubern meinen Sonnenschein,
Mag der Himmel stürmen, oder regen.
Doch, erfüllet manchmal mich der Kummer,
Dass ich Freude nimmer kann geniessen.
Sollen einst zum ewig, süssen Schlummer,
Sich die lieben Fensterlein mir schliessen.
Alles würde mir verloren sein,
Eine ganze Welt wär‘ hingesunken,
Und ich müsste einsam, ganz allein,
Wandeln mit dem Herz so wonnetrunken.
 
 
34 HEIMATTREUE
Mein liebes, trautes Heimattal
Wie könnt‘ ich je vergessen,
Wo ich im grünen Moos,
Auf steiler Höh‘ gesessen
Und dir entsandt den Blick,
Zum letzten Mal, in leidenvoller Qual.
Der Seele unruhvolles Wesen,
Hat in die Fremde mich geführt.
0 Welt, so zauberhaft,
Du hast mein Herz berührt,
Dir Heimattal mein Gruss,
0 lass‘ genesen, mein unruhvolles Wesen!
Denn in mir modert tiefes Weh,
Die Brust, das Herze mir beengend.
Du fremder Erde Land,
Mein Glück, mein Traum verdrängend.
0 Heimatrauschen,
Stiller Bergessee, euch gilt mein Weh!
Und was die Fremde mir an Freuden bietet,
Es ist verblass’ner Blüten Tand.
Dir gilt mein Sinn, o Heimatland,
Dir Alpenrose voller Sonnegluten,
Dir weih‘ ich Treue in des Lebens Fluten,
In dir ist Leben, Liebe, Kraft zum Guten!
 
 
36 BERGHEIMWEH
Es hemmt ein Weh mir meine Lust
Gleich tiefverhalt’nem Schmerz;
Bedrängend füllet es die Brust,
Beklemmt mein armes Herz.
In seinen Tiefen lockend rauscht
Des Bergwald’s Tannenwehn,
Im wachen Traum die Seele lauscht
Auf Glück und Wiedersehn.
Die Blume hat mir’s angetan,
Des Hanges Alpenros‘.
Zum höchsten Licht strebt sie heran
Aus reinem Erdenschoos,
In lichten Höhen kennt sie nicht
Der Welt Verworrenheit,
Und ob mein Herz vor Sehnsucht bricht,
Wer klaget ihr mein Leid?
0 leuchte stolze Blume du
Dem müden Wandersmann.
Du birgst die heimatvolle Ruh‘
Du weisest ihm die Bahn.
 
 
 
60 LEBESWISHEIT
Gar vieli ghört me immer chlage:
Wär’s Morge n au! Wär’s Abe scho!
Denkst au, dass hüt dr Lebeswage
Es bitzeli ist vörsi cho?
E jede Tag es Schrittli meh
Goht’s vörsi bis an Grabeshügel,
Und bringt au ’s Lebe Leid und Weh,
0 wünsch dr Zit nu keini Flügel!
Wenn d‘ jung bist, magst du gar nit gwarte,
Bis Blüemli blüeie i dim Garte,
Und häst emol erreicht de Sege,
So gsehst scho wieder andri Wege,
Du muest a das, was hüt ist, sinne,
Und nit scho das vo morn usspinne,
Sost blibt dir ’s Lebe leer und chalt,
Und wenn d‘ erwachist, bist denn alt.
E jede Atemzug muest gniesse,
Muest Muet und Frohsinn in dir ha,
Denn tuet dir ’s Lebe zämefliesse
Und chanst au wieder Freud dra ha.
 
 
64 DI ERSTE BLÄTTER FALLE
Di erste Blätter falle scho zur Erde,
Me weiss, aha, es muess halt Winter werde.
Lue, alli Blüemli sterbe nach und nach,
Doch g’hörst du nit vo eim es Weh und Ach,
Si wüsse, jetz gönd mir i d’Winterrueh,
Tüend weidli d’Läde, dTür und d’Fenster zue.
So schlafe si im grosse Erdehus,
Schön binenand und harre gläubig us.
Do schickt dr Herrgott wieder nodigsno,
Mängs Sonneschinli of di Erde do
Und seit: ihr Bluemechinder wachet uf,
Zum neue Lebe tüend e lange Schnuf.
Blüeit wieder gelb und rot und wiss und blau
Und nähret euch mit frischem Himmelstau.
Und du, verzagtes Menschechind,
O denk du au, jetz tue-n-i gschwind
Di müede, schwache Auge zue.
Und freue mi uf Grabesrueh.
Glaub nit, das ist mi letzte Schnuf,
Dr Herr der Welt, ER weckt dich uf.
Mehr als am Erdeblüemli hi,
Muess ’s anere Seel Ihm gläge si.
 
 
65 VO CHURZE DUNKLE TAGE
O lass di nit vom Wetter muetlos stimme,
Und wot au ’s Lebesliechtli fast verglimme,
Fass neue Muet und glaub so blibt’s nit immer,
Durch schwarzi Wolke bricht e Hoffnungsschimmer.
Grad wo dr Sonnestand am tiefste ist,
Ist eus als Chind gebore Jesus Christ.
Und wo de mächtig Ruef dur d’Erde goht,
Vom Tag a d’Sonne langsam höcher stoht.
Liecht chonnt i d’Welt, vo usse und vo inne,
Für d’Christe tuet e neui Zit beginne.
Und wer no glaubt, wie bin i weltverlore,
Dem wird zu jeder Zit ’s Christchind gebore,
Denn wird es hell und ’s Herz möcht nümme chlage,
Au i de churze, trüebe, dunkle Tage.
 
 
66 VERSCHÜTTETI PERLE
Me findt am Strasserand es Hüfli Dreck,
Es ist vo böse Müler zämetreit.
Es zügt vo Hoffart, Lichtsinn und vo Stolz,
Vom gliche Meitschi, we me seit.
Und jede, alt und jung, goht nit vorbi,
Er werft so viel als mögli no derzue.
Das Hüfli wachst, es hät e Huffe gä,
Doch händ di böse Müler no kei Rueh.
Da gseht me a dem Ort e Fremde stoh,
Er prüeft di Sach und tuet si usenand,
Er stunt und stunt, wie chann es mögli si,
Ihm blibt e Perle i dr Hand,
 
 
68 ‚S TROTZCHÖPFLI
Weiss öppis vo me Meiteli,
Wo hät e Trotzchopf gha.
Und einist ame schöne Tag,
Ist’s nach Amerika.
Es denkt nit a sis Muetterherz,
Dass sät en Abschid gä,
’s denkt nu, si Muetter chönnt’s am End
No bi de Zöpfe näh,
Und säge, Meitli, blib deheim!
Und z’letz am End no chibe,
Denn chönnt es halt us luter Trotz,
Doch nit deheime blibe.
So gaht’s dervo am Morge früe.
Sis Bündli i dr Hand,
Und chonnt gar bald, es weiss nit wie,
I das gelobte Land.
Was ’s alles gseh, erlebt hät dert,
Erzähle chan i’s nit,
Es gäb e Red, es gäb e Gschicht,
Chönnst Büecher fülle mit.
Zwar sig’s e Welt, si blib sich glich,
Chönnst gah so wit als d’wit,
So Menschelets, doch ‚ s ärgste ist,
Du bringst dich selber mit.
Au Tube flüge alli z’höch,
Es häb nit eini gseh.
Dr Schlüssel vom Schlaraffeland,
Me find ihn niene meh,
Und wer erst so e Trotzchopf häb,
Wo niene gut pariert,
Dem setz au ’s Lebe b’sonders bi,
Bis de ist chli kuriert.